Erik Weise

Product Owner (PSPO I) · AI Product Manager

Ich entwickle digitale Produkte eigenverantwortlich, von der Problemanalyse bis zum Test mit echten Nutzer:innen, und setze Prototypen selbst um. Hier stehen drei davon, jeweils mit Problem, Entscheidungen, Umsetzung, Stand und nächstem Schritt.

Bernau bei Berlin erik_weise@gmx.de linkedin.com/in/erik-weise

Projekte

seit 06/2026

Mira

KI-Assistent für den Weg zur Psychotherapie

Problem

Wer einen Therapieplatz sucht, wartet oft monatelang. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sollen die Wartezeit überbrücken, den Weg durch Krankenkasse und Praxen mit seinen bürokratischen Fallstricken müssen Suchende aber selbst gehen. Viele haben niemanden, der sich damit auskennt, und in einer Krise fehlt oft die Kraft dafür.

Mira soll den ersten Schritt leichter machen und wie ein digitaler Ersthelfer im Sinne der Mental Health First Aid begleiten.

Entscheidungen
  • Ein LLM-Chatbot führt die Gespräche nach der ROGER-Struktur aus der Mental Health First Aid, in der ich als Ersthelfer zertifiziert bin.
  • Sicherheit vor Funktion: Notrufnummern und Kontakte zu Stellen, an denen echte Menschen erreichbar sind, stehen jederzeit sichtbar und anklickbar im Kopf der App. Erkennt der Chatbot bestimmte Nachrichten, löst er über Aktionscodes zusätzlich den Hinweis auf diese Stellen aus.
  • Mira begleitet nicht nur das Gespräch, sondern organisiert auch den Weg zum Therapieplatz, inklusive eines Postfachs für Praxisanfragen.
  • Getestet wird zuerst mit fünf Testnutzer:innen aus der aktiven Therapieplatzsuche, also mit genau der Zielgruppe.
Umsetzung

Product Ownership von der Problemanalyse bis zur Testphase. Selbst umgesetzt mit Claude Code auf Supabase, Rate Limiting mit Upstash, damit die App nicht überlastet wird, Fehlermonitoring mit Sentry.

Nach dem Feedback der Testnutzer:innen geändert:

  • Onboarding gekürzt.
  • Design überarbeitet, nachdem es als langweilig beschrieben wurde.
  • Eigenes Postfach für Praxisanfragen eingeführt, damit sie sich nicht mit anderen Mails vermischen.
  • Antworten des Chatbots überarbeitet, weil sie teils nicht korrekt oder zu lang waren.
Stand

Testphase mit fünf Testnutzer:innen aus der aktiven Therapieplatzsuche.

Nächster Schritt

Die Kommunikation mit Praxen und Krankenkasse soll gebündelt in der App laufen, ähnlich wie in einem E-Mail-Postfach. Danach folgt eine öffentliche Beta, um mit mehr Nutzer:innen in Kontakt zu kommen.

seit 09/2026

Naturschutz-App (Arbeitstitel)

Gamifizierte Naturschutz-App für iOS

Problem

Natur- und Tierschutzorganisationen rufen zu mehr Achtsamkeit und Mithilfe auf, bieten aber kaum einen Anreiz dafür. Warum sollte jemand mit Vollzeitjob und Familie zusätzlich etwas für die Natur tun? Und wer sich engagiert, will sehen, wohin der eigene Einsatz geht.

Entscheidungen
  • Geschäftsmodell als dreiseitige Plattform: Bürger:innen fotografieren Naturschutzaktionen, zum Beispiel beim Gassigehen, und erhalten dafür Credits für Gutscheine lokaler Geschäfte. Die Geschäfte gewinnen so Neukunden. Natur- und Tierschutzorganisationen sowie Kommunen bilden die dritte Seite, unter anderem für die Qualität der Einträge.
  • Gemeinschaft statt Einzelaktion: Monatliche Ranglisten zeigen, wer am meisten für die Natur getan hat.
  • Make-or-Buy: Die Notfallhilfe für Wildtiere ist per Deeplink an die Wildtier-SOS-App angebunden, statt sie selbst zu entwickeln. Die Rücksprache mit Tierrettungsstellen hat zu dieser App geführt, die Fachleute vor Ort bereits unterstützen. Das Ziel ist eine Mitmach-App für Naturschutz, keine Tierfund-App. Also lieber an ein gut aufgestelltes Netzwerk anbinden, als es schlechter nachzubauen.
Umsetzung

Discovery: regionale Anlaufstellen recherchiert und telefonisch verifiziert, als Datenbasis für die App, dazu Rücksprache mit Tierrettungsstellen. Gebaut mit Claude Code und Supabase, getestet über TestFlight.

Stand

In Entwicklung für iOS.

Nächster Schritt

Angestrebt ist eine Kooperation mit dem NABU Barnim und der Wildtier-SOS-App, damit die Qualität der Einträge stimmt. Dazu kommen erste Händler:innen, die Gutscheine oder Rabatte anbieten. Erst wenn beides steht, geht die App an Nutzer:innen.

in Entwicklung

FilmPrep

KI-Tool für Drehbuchanalyse, Kalkulation und Finanzierungsstrategie

Problem

Entstanden aus der eigenen Produktionspraxis bei FilmingB. Kalkulationen und Finanzierungspläne schreiben, Treatments und Exposés erstellen, Feedback zum Drehbuch einholen und die komplizierten Anforderungen der Förderungen im Blick behalten: Das kostet viel Zeit, die der kreativen Arbeit fehlt.

Entscheidungen
  • Zuerst für Produzent:innen im Film- und Serienbereich, vor allem im Indie-Bereich.
  • Die Drehbücher der Nutzer:innen werden nicht zum Training genutzt.
Umsetzung

Gebaut mit Claude Code, Sprachmodelle über Ollama. Funktionen: sofortiges Feedback zum Drehbuch, Kalkulation, Finanzierungsplan, Treatment und Exposé sowie ein Überblick über Förderungen und ihre Anforderungen.

Stand

In Entwicklung.

Nächster Schritt

Beta mit Kolleg:innen aus der Filmbranche, voraussichtlich 11/2026.

Weitere Arbeit

IHK Berlin

KI-gestütztes Gründertool. Aus Eigeninitiative als Prototyp entwickelt, um eine Lücke im Beratungsangebot für Gründer:innen zu schließen. Mehr dazu gern im Gespräch.

Stakeholder-Arbeit

seit 12/2017

Spielfilme bei FilmingB

Gründer, Autor und Produzent

Aufgabe

Zwei Spielfilme ohne Filmförderung realisieren und bis zur Veröffentlichung bringen: „All Clowns Are Bastards“ und „Die neue Härte“.

Beteiligte

Bis zu 50 Beteiligte in der Produktion, Unterstützer:innen im Crowdfunding, Star FM als Medienpartner, Soundwood Media im Vertrieb.

Umsetzung

Bei beiden Filmen Produktionsleitung: Menschen, die sich vorher nicht kannten und ohne Bezahlung mitgearbeitet haben, zu einem Team zusammengebracht, mit Budget-, Zeit- und Ressourcenplanung bei minimalem Budget. Bei „All Clowns Are Bastards“ die Finanzierung über Crowdfunding und die Medienpartnerschaft mit Star FM aufgebaut.

Ergebnis

Beide Filme veröffentlicht, unter anderem auf Prime Video über Soundwood Media. Auszeichnung „Bester Trashfilm“, Fright Nights 2023. Mehr zu den Filmen auf erikweise.com.

seit 09/2026

Bürgerinitiative für sichere Wege, Bernau

Initiator, ehrenamtlich

Beteiligte

Anwohnerschaft, Kindergärten, Bürgermeister, Stadtverwaltung, Kommunalpolitik, Vermieter und Lokalpresse.

Umsetzung

Anwohnerschaft mobilisiert, Unterschriften gesammelt und eine gemeinsame Forderung formuliert. Unterstützung der Kindergärten gewonnen. Abstimmung mit Bürgermeister, Verwaltung und Kommunalpolitik.

Stand

Das Rathaus kennt das Anliegen und befasst sich damit. Eine Lösung hängt vom Vermieter ab, weil die Stadt auf der Fläche nicht selbst bauen kann. Die MOZ hat dreimal berichtet: Forderungen der Anwohner, Reaktion des Rathauses, Stellungnahme der Politik.

Hintergrund

Werdegang

Über vier Jahre Berufserfahrung in Marketing, Bewegtbild und Projektsteuerung. Seit 05/2024 Social Media Manager bei der IHK Berlin, davor Marketing Manager bei der DWS Steuerberater Medien GmbH, dort unter anderem +50 % Conversion Rate im Onlineshop und eine Verdopplung der E-Mail-Öffnungsrate durch A/B-Tests.

B.A. (Hons) Digital Film Production, First Class Honours, SAE Institute Berlin. Professional Scrum Product Owner I (PSPO I), Scrum.org, 10/2026.